Audio/Gesellschaft/Kultur

Heilige Madonna – Wenn aus Mehr weniger wird

So, nun ist es ein bald da, das neue Album von Madonna. MDNA soll es heißen..nun ja, was genau es mit der Verknappung auf Konsonanten in dem Titel auf sich hat, weiß Frau Madonna sicher selbst am besten. Dass es sich bei dem Namenskürzel –rein zufällig natürlich– obendrein um eine Anlehnung an den korrekten Namen der Party Droge Ecstasy handelt, wird dem ganzen Werbetrommel Ballyhoo nicht abträglich sein.

Denn was ihre Aktivitäten für das Jahr 2012 angeht, kann man ihr jedenfalls alles andere als Verknappung vorwerfen..ja Madonna ist fleißig:

Nun wo ihr Deal mit einem neuen Plattenlabel unter Dach und Fach ist, kann sie sich getrost der Promotion für ihr neues Album, das im März erscheint, annehmen. Nachdem sie eben noch einen Spanier hat verhaften lassen, der im November 2011 Demoversionen ihres aktuellen Single Hits Gimme all your luvin´ illegal erworben und unter falschem Titel vertrieben hatte, tauchte sie kürzlich mal eben ganz spektakulär in der Halbzeitpause des American Fooball Endspiels, dem sog. Super Bowl auf, um von dort aus die weltweite Vermarktungsmaschine in Gang zu setzen.

Denn Madonna liegt das kleckern nicht, sie klotzt. Zahlreiche weltweite Tourdaten stehen bereits fest, die Vorbestellungen für das Album lassen den nächsten Millionenseller erahnen und die Single kommt nach trägem Start auch langsam auf hohe Charts-Touren…es läuft also alles..so weit so gut.

Wäre da nur nicht ein kleines, mal wieder hyperkritisch anmutendes Detail: die Musik an sich!

Allein das etwas überdrehte, Hubba-Hubba-Pop lastige „Gimme all your Luvin´“ lässt wenig Hoffnung, dass Madonna nach ihren nun hinlänglich durchexerzierten Dance-Pop Eskapaden, die 2008 unter Mithilfe Amerikas Hip Hop Producer Elite zum wenig schmeichelhaften Ergebnis HARD CANDY führte und in den USA nicht mal die 1 Millionen Marke in den Verkaufszahlen knackte (In den Sphären einer Madonna also ein veritabler kommerzieller Fehlschlag), nun wieder auf einen Pfad der Rückbesinnung kommt.

Nein, Madonna scheint sich bei allem inflationär gebrauchten Neuerfindungs-Gestus treu zu bleiben! Denn auch mit bald 54 Lenzen scheint sie sich selber immer noch im juvenilen Gefieder wohl zu fühlen. Ein Indiz mag dabei sein, dass sie sich im besagten Song auch standesgemäß als „Girl“ besingt und scheint dabei zu vergessen, dass sie den Wettlauf mit der Zeit nur verzögern, keinesfalls aber gewinnen kann. Und dass sie nach wie vor ungefährdet auf dem Pop-Olymp residiert und so schnell auch keine Lady Gagas, Beyoncés oder Rihannas zu fürchten braucht, lässt sich nach wie vor in jeglicher Statistik ablesen.

Warum sie aber nach wie vor so verkrampft versucht sich dem Dancefloor anzubiedern, scheint allein sie selber zu wissen. Nötig hätte sie es nicht mehr!

Eine legale Hörprobe der finalen Version könnte auch so klingen:

http://soundcloud.com/ze4president/gimme-all-your-luvin-crazy

Matter of Taste…

e.

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