Aktuell/Audio/Kultur/Music

Soundcheck (Vol. 6)

1. The XX sind eine Indie-Pop Band aus England, deren Band Mitglieder sich alle vom Studium her kannten und zusammen dort Musik machten, bis ihr Lehrer sie ermutige, das auch professionell zu machen. 4 Jahre später kam dann das Erstlings-Werk „XX“ auf den Markt und schlug sofort ein! Seither gilt die Band nicht nur in der Indie Gemeinde als Vorreiter. Und weil der instumentale Opener des Albums auch noch sinnigerweise „Intro“ heißt, passt er doch ganz ausgezeichnet hier hin! Oder etwa nicht ?

2. Auch aus England kommt Kyla La Grange, die ebenfalls während des Studiums zur professionellen Musik kam und sich eher als Singer/Songwriterin versteht. Auch die Tatsache, dass sie südafrikanische Wurzeln hat, merkt man ihren Debüt Album Ashes von 2012 nicht so richtig an. Schon gar nicht der Single „Been Better„, auf der sie zwar sehr schwermütig und etwas nach Marianne Faithful klingt, aber der Song insgesamt ne Rock-Ballade ist.

3. Anna Nova ist eine in Deutschland lebende Polin mit klassischer Musikausbildung am Klavier. Darüber hinaus beherrscht sie auch Gesang und weil ihr das nicht reichte, kam dann auch noch Bühnentanz dazu. Was also kann man erwarten, wenn man sich ihr erstes Album „eMIGRATION“ anhört? Genau, all diese Komponenten ihrer künstlerischen Ausdrucksweise fließen mit ein. Sie singt mal deutsch, mal polnisch, man hört kühlen, jazzigen Violinen-Sound der dann aber auch wieder loungig dahin fließt…genau wie bei „Tango“.

4. Aus Schottland kommen die Alternative Rocker von „Twin Atlantc„, die sich aber vom satten Sound her irgendwo an der Westküste Amerikas beheimatet sehen könnten. Denn das 2011er Album „Free“ hätte man auch gut und gerne auf einem High School Rock Sampler finden können, zumindest der Titel Song „Free“ kommt sehr straight rockig mit eingängiger Melodie rüber und passt auf jede High-School Party.

5. Ahnlich verhält es sich mit den ebenfalls aus England stammenden „Blitzkids„, die ähnlich bombast-rockig mit hymnsichen Refrains in der Alternative Szene aufgefallen sind. 2011 waren sie sogar als einer der besten Newcomer bei den renommierten „Kerrang!Awards“ nominiert. Obwohl die Band derzeit an einem regulären Album arbeitet, kam Ende letzten Jahres die E.P. „Never Die“ raus, auf dem sich der gleichnamige Song „Never die“ befindet und freundlicherweise zum kostenlosen Download angeboten wurde!

6. Ein wirklich spannendes Gesamt-Kunstwerk, was seit einiger Zeit in der Indie-Pop, aber auch in der Musik Netzgemeinde gefeiert wird, ist das schwedische Projekt „iamamiwhoami“ rund um die Sängerin Jonna Lee. Als reines Internet Phänomen bezeichnet zu werden, wird dem Projekt aber bei weitem nicht gerecht, auch wenn sich ihr künstlerisches Verständnis auch auf die Verbreitung auf Internet-Plattformen bezieht!
Während aber ihr Debut Album „kin“ noch zumindest richtige Titelnamen aufwies und mit den entsprechenden Videos als audiovisuelles Erlebnis zu bewundern war,
kommt das 2013er Werk „Bounty“ komplett ohne Titel aus. Naja nicht ganz, jeder der ambient, poppigen Tracks hat als Titel einen nur 1 Buchstaben, die aber alle zusammen gelesen den Album Titel „Bounty“, also ein Akronym, ergeben. Den letzten Track hab ich hier mal rausgesucht und der heißt folgerichtig „y„.

7. Das glockige Wiegenlied der Berliner „Göre“ Leslie Clio, mit Hang zur musikalischen Soul Pop Retro Dramatik, ist „Love is a Killer„. Und wer sich die ohrwurmige Single „Told you so“ gekauft hat, der findet den Track auf der „B-Seite“ bzw. als Bonus Track der digitalen Ausgabe. Auf dem dazu gehörigen aktuellen Album „Gladys“ ist der Track nämlich nicht enthalten! Nicht nur deswegen ist er hier zu hören!

8. Wenn man die Stichworte Frauen -Zürich – Hamburg – Grönemeyer zusammenfügt ergibt das was? Genau, „Boy„! Die deutsch/schweizerische Frauen Duo, das sich 2005 an einer Musik Akademie in Hamburg kennen lernten und anfreundeten, haben es nach relativ kurzer Zeit geschafft, bei Herbert Grönemeyers Label „Grönland“ unterzukommen und mit verspielten und cleveren Pop-Arrangements schnell ne Fangemeinde aufzubauen. Und wer bei „Skin“ nicht mitgrooven kann, der hört vielleicht zu viel Grönemeyer?

9. Ihr habt auch den deutschen Vorentscheid zum European Song Contest 2013 in der ARD gesehen ? Euch verwundert die Augen gerieben, angesichts der mehr als skurrilen Darbietungen von u.a. einer „bairischen“ Lederhosen Kapelle, einer Priester Formation, blutleeren „Söhne Mannheims“ ohne Xavier Naidoo und natürlich dem Dance Pop Püppchen Cascada, deren Produzenten keine Kosten und Mühen gescheut hatte „Unser Song für Malmo“ möglichst ähnlich wie den letztjährigen Gewinner Titel „Euphoria“ klingen zu lassen. Der Plagiatsvorwurf wurde natürlich von offizieller Seite entkräftet, aber ob´s dem europäischen Publikum nicht auch (negativ) auffallen wird, muss sich noch zeigen. Ein Lichtblick, für mich zumindest, war/ist das deutsche Dance Pop Projekt „BlitzKids“ mit ihrem spacigen Auftritt, aber mit einem Klasse Elektro-Pop Track „Heart on the Line“ im Gepäck. Und wer es gemerkt hat, dies ist NICHT die oben genannte englische Rockband, sondern um Verwechslungen vorzubeugen, nennen diese sich „Blitzkids mvt„. Alles klar???

(P.S. Der Song ist hier nur als Sample, da er auf Soundcloud nicht anders verfügbar ist)

10. Als Straßen Musiker hat der indonesische Sänger der australischen Band „The Temper Trap“ angefangen und dort auch seine Bandkollegen kennengelernt. 2009 kam dann ihr -etwas düsteres, aber durch die teilweise falsettige Stimme des Sängers, sehr markante- erstes Studioalbum „Conditions“ in Australien auf den Markt und schwappte sofort als Geheimtip zu uns in die Indio-Rock Szene. Mittlerweile haben sie letztes Jahr ihr 2. Album „The Temper Trap“ draußen, das weniger durch den nicht gerade einfallstreichen Albumtitel, aber vielmehr durch die cineastischen Videos auffiel. Ich habe 2 Videos davon ja letztes Jahr hier schon jeweils als „Video des Tages“ vorgestellt. Da „Fader“ einer der wenigen „Happy Mood“ Tracks auf „Conditions ist, hab ich ihn hier als „Rausschmeißer“ ausgewählt. Repeat ´til fade…

e.

Kennzeichen E

Advertisements

Ein Kommentar zu “Soundcheck (Vol. 6)

  1. Pingback: Fundstück aus der Sound Cloud | Kennzeichen E

Schreib mir, was du darüber denkst...

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s