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James Döpfner jagd Dr. Google (als Storify)

So, die mediale „Antwort“ auf den gestrigen Brief von Springer Chef Döpfner an Google Chef Eric Schmidt ließ ja nicht lange auf sich warten. Ist ja klar, wenn sich 2 solche Schwergewichte aus deutschem Verlagswesen und Internet-Monopolisten auf offener Bühne die „Klingen kreuzen“ – auch wenn es natürlich gesitteter zugeht, als man es bei online-üblichen „Kommunikations-Schlachten“ kennt.

Hier sind es eben Gentlemen, die das Florett dem Holzhammer vorziehen. Die Wirkung bleibt natürlich ähnlich – und die wird in Aufmerksamkeit gemessen. Wer hat die besseren Argumente? Wer kann welche „G(T)ruppen“ hinter sich vereinen? Wer hat am Ende mehr Recht?

Sind wir auf einmal Axel-Springer-Verlag „Fans“, oder potentielle Mitstreiter (aka BILDplus-Kunden), weil der Chef persönlich den Hut in den Ring wirft, Google den Kampf um mehr Moral und Gerechtigkeit im Netz ansagt und den Anschein erweckt er wäre „auf unserer Seite“ – also auf der Seite der Leser, Verbraucher, User?

Also genau DER Springer Chef, der genauso entschieden seinen wirtschaftlichen und politischen Einfluss nutzt, um der „alles Gratis Kultur“ im Netz den Kampf anzusagen? Also im Kern dem Leser, Verbraucher und User angewöhnen möchte, dass journalistische Inhalte nur noch gegen Bezahlung erhalten bleiben können…natürlich gern die aus dem Hause Springer. Dabei aber ausklammert, oder billigend in Kauf nimmt, dass Informationsfreiheit und Vielfalt im Netz durch den Kauf von Nutzungs-Lizenzen wenigstens an den Rand gedrängt wird. Stichwort: Leistungsschutzrecht!

Hier geht es aber sicherlich gar nicht mehr darum wer Recht hat oder wer Recht bekommt – sondern schlicht und ergreifend: welches Unternehmens-Konzept wird sich am Ende am Markt durchsetzen?

Gestern waren die Reaktionen schon recht vielfältig und nicht eindeutig auszumachen, ob Döpfner damit vielen Skeptikern und Kultur Pessimisten aus der Seele gesprochen hatte, oder die anderen dahinter ne gut gemachte, aber durchsichtige Initiative eines Springer Chefs sehen, der letztlich knallharte eigene Interessen verfolgt. Sich vor dem „übermächtigen Gegner“ klein macht, aber in Wirklichkeit am liebsten genau so agieren würde.

Ein Chef, der mit seinem Unternehmen, ähnliche marktbeherrschende, teilweise rücksichtslose Strukturen betreibt, um die Stellung der Springer Presse Medien nach vorn zu bringen, oder zu halten. Dafür scheint ihm selbst ja auch manches Mittel recht zu sein.

Döpfner ist demnach in Wahrheit ein Eric Schmidt „light“, der nur nicht die gleichen Möglichkeiten hat? Und von daher ist sein offener Brief ne wohlfeile Eigennutz Kampagne? Ein verkappter Kuschelkurs mit Google?

Kein klares JA – aber auch kein klares NEIN!

Exemplarisch hier ein Artikel des Magazins CICERO, das in seinem heutigen Beitrag mal zwischen die Zeilen gehorcht hat: Cicero vs Döpfner vs Google

e.

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