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Soundcheck (Vol. 33)

1. Coldplay sind zurück. Könnte man fast sagen, wenn da nur nicht die Tatsache wäre, dass sie erst 2014 ihr letztes Album „Ghost Stories“ veröffentlicht hätten. Ein emotionales, persönliches Album, das mehrfach inhaltlich von Trennung insbesondere der von Sänger Chris Martin thematisierte. Musikalisch war es aber auch ein Stück weit Aufbruchsstimmung, denn es wurde deutlicher als zuvor elektronische Einflüsse eingearbeitet, die auch Live umgesetzt werden mussten. Nun steht also im Dezember schon das nächste Studio Album in den Startlöchern, das „A Head Full of Dreams“ heißen wird. Die erste Single klingt dann wieder optimistischer, leichter und nach dem clever arrangierten, einprägsamen Indie Sound Marke Coldplay. Wiederum aber kursieren seither Gerüchte darüber, dass das kommende Album das „finale“ sein könnte. Nicht dass es in der Vergangenheit nicht immer mal wieder Gerüchte um längere Pausen, oder Ermüdungserscheinungen, gerade nach langen Welt Tourneen gab, aber dass sich Chris Martin wiedermal kryptisch in diese Richtung äußert, mag „strategisch“ sein, dass er falsch zitiert wurde, oder aber aufgrund der schnellen Neuveröffentlichung des 7. Albums doch auf eine grundsätzliche Veränderung hindeuten. Dann wäre ‚Adventure of a Lifetime¹ tatsächlich der Anfang vom Ende dieser musikalischen Reise! ¹Leider kurzfristig via Soundcloud nicht mehr verfügbar, deswegen ausnahmsweise nicht auf der unten aufgeführten PLAYLIST, sondern -> HIER <-

2. Wie sinnvoll und spannend Social Media manchmal auch sein kann, zeigt z. B. die neue Single von Chet Faker, die er zusammen mit dem DJ und Producer Marcus Marr in nur wenigen Tagen eingespielt und veröffentlicht hatte. Das spannende daran war, dass Faker einen Song von Marr per Twitter gepostet hatte und sich daraufhin ein Talk entwickelte und die beiden sich kurzerhand verabredeten und daraus entstand dann gleich eine EP, die ebenfalls im Dezember erscheinen wird. ‚The Trouble with us‘ ist jedenfalls ein richtig funky gute Laune Track, der auch Funk Großmeister Nile Rodgers Spaß machen würde.

3. Ben Hudson aka MrHudson war 2014 schwerpunktmäßig im Studio anzutreffen. Allerdings nicht in eigener Sache, sondern er wurde von niemand Geringeres als Duran Duran angefragt, ob er Produzentenarbeit für das im September erschienene Album „Paper Gods“ leisten könne, da der eigentlich vorgesehene Produzent Mark Ronson sein großartiges und sehr erfolgreiches Album „Uptown Special“ fertig stellen musste. Jedenfalls hatte sich die Arbeit gelohnt, Duran Duran haben ein viel beachtetes, zeitgemäßes Album abgeliefert, das der Band weltweit Top10 Platzierungen in den Charts einbrachte. Nun aber kümmert sich MrHudson wieder um eigene Belange. Und dass er nicht nur Hitmacher für andere Künstler ist, zeigt er auch durch den hochtönigen EDM / Downbeat Track ‚Dancing Thru It‘, bei dem er eine schwierige Zeit besingt, die er überwinden muss. Dass er die Producer Arbeit 2014 meint, kann man dabei allerdings verneinen.

4. Das amerikanische Duo Drull hab ich ja schon in einem Artist Feature exklusiv vorgestellt, bei dem es auch hieß, dass für 2015 „große Dinge“ angekündigt wurden. Ein bisschen warten musste man schon, aber schon Anfang des Jahres wurde verkündet, dass die beiden sich mit dem One Direction Bassist Sandy Beales zusammen getan haben, um gemeinsam Musik zu produzieren. Vorgearbeitet haben allerdings Elijah Amant und Sadot White, Beales hat seine Parts dann dank moderner Technik „quasi von unterwegs“ eingespielt und übertragen. Das Ergebnis ist dann also ‚Blind Sea‘ und ist etwas sperriger Ambient Dub Step mit Hip Hop Sprechgesang Einschüben und eben Beales dröhnend-wabernden Bass. Natürlich nicht, wie bei den Vorgänger Singles von Drull, besonders eingängig, aber dennoch reizvoll auf den 2. Blick.

5. Ganz neue Musik von Kyla La Grange hab ich ja im letzten Soundcheck (Vol. 32) schon vorgestellt, der auf ein baldig erscheinendes 3. Album schließen ließ. Mehr als diese Annahme habe ich bislang zwar noch nicht herausfinden können, aber zumindest gibt es nun Vorboten Nr. 2 mit dem Titel ‚Skin‘. Auch dieser Track hätte durchaus auf dem Vorgänger Album „Cut your Teeth“ Berechtigung gehabt, da er auch düsterer, melancholischer Electro Downbeat Pop ist. Auch hier wurde reduziert, aber effektvoll arrangiert und vom Musiker/Produzenten Team THE CODE produziert.

6. Ein bisschen wie aus dem Nichts ist letzte Woche die Nachricht bei mir erschienen dass es „Neuigkeiten“ von POLIÇA am Freitag geben würde. Selbstverständlich war ich in „Alarmbereitschaft“ und ich wurde nicht enttäuscht. Denn nicht nur dass es demnächst Konzert Termine auch in Deutschland geben wird, eine neue Single + Video gibt, es wird darüber hinaus auch im März 2016 ein neues Album mit dem Titel „Universal Crushers“ geben. Ein Album das sich schwerpunktmäßig mit ihrer Heimatstadt Minneapolis und seiner schillernden, aber auch zwielichtigen Vergangenheit beschäftigt, aber auch mit den nach wie vor vorhandenen fehlenden sozialen Perspektiven. Ein Vorgeschmack darauf bietet die Single ‚Lime Habit‘, bei dem wieder der bekannte Drum & Bass und Electro Sound auf die „hoch-gepitchte“ Stimme von Channy Leaneagh trifft. Großartige News!

7. Die US Band The Album Leaf rund um den Sänger und Songwriter Jimmy LaValle hab ich erstmals 2004 wahrgenommen, als sie ihr Album „In a Safe Place“ recht erfolgreich in die Indie Welt brachten. Damals waren sie musikalisch im Fahrwasser der Post-Rock/Ambient Bewegung wie etwa Sigur Ros unterwegs und haben seither mit ihren Alben bei Kritikern aber auch Fans einen „guten Klang“ hinterlassen. Genau diesen getragenen, kraftvoll melancholischen Sound haben sie auch ins Jahr 2015 transportiert, obgleich die beseelte Single ‚New Soul‘ Veränderung suggeriert. Das neue Album „Between Waves“ erscheint dann Anfang 2016.

8. Über die Londoner Band The Wild Woods kann ich eigentlich relativ wenig sagen, da sie sich bislang noch wenig inhaltlich als Band definiert haben. Vielmehr wirkt es wie ein musikalisches Electronic Dance Projekt. Etwas esoterisch wirkt dann auch die Beschreibung ihres Sounds, der zusammengefasst Klänge des Waldes repräsentiert, bzw. davon inspiriert sein soll. Muss man sicher dem „Ausdruck der Kreativität“ zugutehalten. Dementsprechend haben sie sich für die Single ‚Meridian Line‘ die Sängerin „X“ der polnischen Band Bokka ausgeliehen und einen recht irdischen Sample-bestückten satten Electronic Track produziert.

9. Ganz zweifellos hat Yoko Ono ihren Platz in der Musikgeschichte längst sicher. Nicht etwa weil sie mit ihrer Musik Charts Erfolge gefeiert hätte, sondern in erster Linie rührt ihre Bekanntheit als Ehefrau und Muse von John Lennon. Neben ihrer aktivistischen Tätigkeiten ist sie natürlich aber auch seit langer Zeit eine vielseitige Künstlerin mit eigenen Ausstellungen weltweit. Aber eben auch als experimentelle Avantgarde Musikerin ist sie kein unbeschriebenes Blatt. Für 2016 hat sich das kalifornische Label Manimal Records, das schon grandiose Tribute Alben von Duran Duran und David Bowie kuratiert hat, den sog. Backkatalog von Yoko Ono vorgenommen und verschiedene Künstler dazu gebracht Ono Songs neu zu interpretieren, oder neu zu arrangieren. Die Idee basiert auf der 2007er Werkschau „Yes, I´m a Witch“, bei dem ebenfalls andere namhafte Künstler Duette mit Yoko Ono aufnahmen. Diesmal heißt das Tribut Album bezeichnend „Yes, I´m a Witch too“ aus dem die erste schwer an japanischen Avantgarde und „J-Pop“ der 80er Jahre angelehnten Single ‚Forgive me my Love‘ heißt. Noch interessanter an dem Track ist zudem, dass Death Cab for Cutie diesen Track höchstpersönlich extra für dieses Remix-Album neu bearbeitet haben.

10. Von 2014 stammt ebenfalls das wie immer großartige Konzept Album „Blue“ von Jonna Lee, das sie unter ihrem Bühnen Namen iamamiwhoami hervor gebracht hat. Nach dem Erscheinen des Albums ist sie zusammen mit der norwegischen Band Røyksopp auf Festival Tour gegangen und hat eigene aber auch Røyksopp Songs Live mit dem Electronic Duo performt. Parallel dazu hat sie aber auch eine eigens für das Album konzeptionierte, spektakuläre audio-visuelle Bühnen Performance mit dem Titel „Concert in Blue“ aufgenommen und als DVD veröffentlicht. Aus dieser Live DVD hat sie vor einiger Zeit den neuen unveröffentlichten Track „The Deadlock“ veröffentlicht, der wie fast alles was sie aufnimmt, erstmal in Eigenregie über ihr Label und Website erhältlich, nun aber endlich auch „hörbar für alle“ ist. Und ehrlich gesagt, wer bislang schon Fan war, der wird diesen Track lieben, denn er ist mit das Beste was Jonna je musikalisch produziert hat. Einfach wunderbar!

e.

twitter: Coldplay // Kyla La Grange // POLIÇA // Mr Hudson // Yoko Ono // DRULL x Sandy Beales // Marcus Marr & Chet Faker // The Album Leaf // The Wild Woods // iamamiwhoami // kennzeichen e

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Ein Kommentar zu “Soundcheck (Vol. 33)

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