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Soundcheck (Vol. 35)

1. Vier Jahre war es still um die US Alt Rock Band Weezer, bevor sie 2014 mit dem Album „Everything will be alright“ wieder auftauchten und mit den dazugehörenden Singles Fans und die nicht immer Weezer-freundlichen Kritiker erfreuten. Nun ist die große US Tour durch und man könnte meinen, dass es wieder eine Pause gibt, aber scheinbar ist Sänger Rivers Cuomo so kreativ gewesen, dass 2016 gleich mal ein weiteres Album nachgeschoben wird. Den Titel haben sie auch schon mitgeliefert, und zwar wird es: ja genau: „WEEZER“ heißen. Klingt jetzt nicht besonders einfallsreich für eine Band die schon seit 20 Jahren im Geschäft ist, zumal Fans wissen, dass es bereits 3 weitere Studio-Alben mit eben diesem Titel gab. Aber es war wohl Zeit, die Weezer-eigene Farbpalette aufzufüllen, denn die benannten Alben hatten alle den internen Zusatz „blaues, grünes und rotes Album“. Folgerichtig wird die 2016er Ausgabe den Zusatz „White Album“ haben und selbstverständlich musikalisch nichts mit dem ÜBER-Album der Beatles zu tun haben. Dafür sorgt schon der erste Track ‚King of the World‘.

2. Aus dem kalifornischen Oakland stammt die Band Bonnie & The Bang Bang, die ich seit 2014 auf dem Radar habe und auch hier schon in einem Artist Feature ein bisschen näher vorgestellt hatte. Der charismatische Sänger Patrick James Stiles hatte mir auch ein paar Interviewfragen beantwortet. Seit über einem Jahre arbeitete die Band, an neuen Songs, die es auf ein neues Album schaffen, während sie vor allem an der US Westküste jede Gelegenheit nutzen, sich ein Publikum mit ihrer energetischen Indie Folk Rock Live Show zu erspielen. Denn als Indie Band ohne festen Plattenvertrag, arbeiten alle in mehr oder weniger regulären Berufen und finanzieren ihre Musik via Spenden und Gagen von ihren Shows. 2 Songs haben sie im Laufe des Jahres 2015 bereits vorab veröffentlicht und seit 2 Wochen ist das Album „Distance“ draußen. Wobei es streng genommen mit seinen 6 Songs nur eine EP ist, aber was macht das schon. Ich hab hier mal den Titeltrack ‚Distance‘ rausgesucht, der zeigt, dass sie sich mittlerweile auf satten, kraftvollen Gitarren Rock zu spielen verstehen.

3. Auch hier hab ich nun schon fast jedes Mal, wenn ich neue Songs von Margaret Berger vorstelle, gesagt, dass ich immer noch eine Rest-Geduld habe, um auf das seit Jahren angekündigte und wohl immer noch in Arbeit befindliche Album „New Religion“ zu warten. Zumindest gab es Ende letzten Jahres neue Musik in Form einer Zusammenarbeit mit einem Dance Pop Project, bei dem sie Gast Sängerin war. Und, man glaubt es kaum, mittlerweile gibt es seit ein paar Wochen eine neue Single, samt Hochglanz Video. Zwar keine neue Album Ankündigung, aber ein kräftiges pop-baladiges Lebenszeichen. Dass sie allen Grund für ein ‚Apologize‘ hat, muss ich demnach auch nicht mehr groß betonen.

4. Porches, ein neues Projekt vom Indie Pop Musiker Aaron Maine, macht in letzter Zeit die Runde. Und selbstverständlich hab ich mir das gerade erschienene Album „Pool“ angehört und muss sagen, man muss sicherlich manche Songs 2 Mal hören, um sich an den sperrigen, unterkühlten Indie Electro Pop Klängen aufzuwärmen. Ein bisschen wirkt der, durchweg Zuhause produzierte, Sound wie gelangweilter Großstadt Lifestyle auf Sinnsuche. So wie beim Song ‚Be apart‘, bei dem sich Maine quasi fragt, ob und wohin er heute Nacht ausgehen soll, aber seine hochtönige, fast träge Stimme den Verdacht nahe legt, er wolle lieber liegen bleiben und chillen. Aber vielleicht macht es genau diese Mischung?

5. Im November 2015 habe ich ja schon die überraschende, aber frohe Kunde verbreitet, dass die US Band POLIÇA ein neues 3. Album in Planung haben. Verkündet wurde der Albumtitel „United Crushers“ und dass sie sich thematisch vom feministischen Subtext des Vorgängers „Shulamith“ hin zur schillernden Geschichte und dem teilweise trostlosen IST-Zustand ihrer Heimatstadt Minneapolis bewegen. Die erste Single Auskopplung ‚Lime Habit‘ habe ich damals ja auch gleich mit vorgestellt und nun liegt bereits seit einigen Wochen der Nachfolger ‚Wedding‘ vor, der widererwartend keine Romantik, sondern vielmehr Drogenmilieu und Polizeigewalt behandelt. Gespannt bin ich auf jeden Fall wieder bis in die Fingerspitzen, ob mich Album Nummer 3 genauso „flasht“ wie die ersten beiden.

6. Die australische Sängerin und Songwriterin SIA Furler ist ca. seit 2009 auf der musikalischen Landkarte sichtbar. Gleichwohl sie schon Anfang der Jahrtausendwende in England erste Erfolge erzielte. Aber erst einige persönliche Schicksalsschläge und gesundheitliche Probleme mit Alkohol, Medikamenten und ihr Bekenntnis zur Homosexualität und vor allem die Zusammenarbeit mit Christina Aguilera 2009 brachten sie nach Amerika, wo sie sich immer mehr in den Blickpunkt sang und schrieb. Ihr 2010er Song ‚Chandelier‘ war ein weltweiter Erfolg und infolge dessen hat sie u.a. mit Rihanna, Beyoncé und Adele zusammen erfolgreiche Hits geschrieben. 2015 schien dann ihr Jahr zu werden, da ihr Name fast in Dauerschleife in Verbindung mit erfolgreichen Singles gebracht werden konnte und die ersten Songs ihres mittlerweile 7. Albums „This is Acting“, gepaart mit cleverer viraler Promo und US Late Night Show Performances machten das Album zu ihrem nächsten Chart Erfolg. Sia ist seitdem in aller Munde und man könnte meinen, dass sie, wie ihr aktueller Hit ‚Unstoppable‘ ausdrückt, unaufhaltsam auf dem Vormarsch ist.

7. Die britische Sängerin Szjerdene, die seit 3 Jahren ihr Domizil in Amsterdam hat, ist mir eigentlich zumindest akustisch bekannt seit sie auf dem 2013 Album „The North Borders“ von Bonobo erschien. Allerdings sang sie dort einen der Album Tracks und nicht etwa den ausgekoppelten Titeltrack ‚First Fires‘, der von einer männlichen Stimme (Grey Reverend) gesungen wurde. In der Folge hat sie Bonobo auf dessen triumphalen Welt Tour begleitet und so richtig aufgefallen ist sie mir dann als ich ein kurzes Bonobo Live Set für ein Radio Konzert gesehen habe, wo sie u.a. eben jenen Song ‚First Fires‘ grandios performt hat. Aber natürlich hat sie auch als Solo Künstlerin viel zu bieten, wie man auf ihrer 2. EP „Paragon“ eindrucksvoll hören kann. Ausgesucht habe ich davon den Ambient Electro Soul Track ‚Abode‘.

8. Eine neue Künstlerin aus Los Angeles, die mir in den letzten Wochen zu Ohren gekommen ist heißt Ramsey und ist einer meiner „Soundcloud Fundstücke“. Ich weiß leider noch nicht sehr viel von ihr, da sie selbst nur wenig Infos verbreitet, außer dass sie ihre Songs selber schreibt und produziert und auf den bekannten Music Streaming Seiten wie eben Soundcloud in Eigenregie verbreitet. Nichts desto trotz sind ihre bisherigen Songs die sie veröffentlicht hat alle pulsierend spannend. Getragen von ihrer lasziven Stimme, umhüllt von elektronischen Downtempo-Pop, wie der Track ‚Pay‘ eindrucksvoll beweist. Ein Album oder offizelle EP gibt es noch nicht, aber auch dank ihrer nicht weniger hilfreichen „instagram-tauglichen“ Optik, wird man sicher dieses Jahr noch einiges von ihr sehen, hören…und hoffentlich auch erfahren.

9. Aus Portland stammt das US Alt/Punk Rock Trio The Thermals und ist mir seit ihrem 2009 er Album und dem gleichnamigen Titel Track ‚Now we can see‘ bekannt. Beliebt sind sie in den USA aber auch wegen ihrer oftmals kurzen aber prägnanten und durchaus gern sozialkritischen und politischen Statements in ihren Songs. Aber natürlich die Stimme von Sänger Hutch Harris ist absolut sofort als „Thermals-typisch“ identifizierbar. Ein neues Album des (derzeitigen) Trios heißt „We disappear“ und ist hoffentlich nicht wörtlich gemeint, wird im März erscheinen und ganz aktuell haben sie den ersten Track ‚My Heart went cold‘ veröffentlicht.

10. Nunmehr seit 10 Jahren ist der aus Illinois stammende Indie Singer/Songwriter William Fitzsimmons auf den kleinen Bühnen dieser Musik-Welt unterwegs. Kleine Bühnen deswegen, weil er sich zwar seit der guten alten Myspace Ära Mitte der 2000er Jahre als einer der bekanntesten Neo Folk Künstler einen Namen gemacht hat, aber mit seinen zumeist ruhigen, minimalen (Gitarre/Gesang) Songs bislang nicht über einen Genre-Liebling hinaus bewegt hat. Dass ist natürlich nicht seine Schuld und wohl auch nicht sein Antrieb auf die großen Bühnen zu kommen, dazu sind seine Songs dann doch zu persönlich und Intim. Jedenfalls geht er unbeirrt fleißig tourend und Songs schreibend seinen Weg und kommt nun im April mit seinem neunten Werk „Charleroi: Pittsburgh Volume 2“, das quasi die Fortsetzung seines letztjährigen Werkes „Pittsburgh“ ist, auch sicher wieder in Deutschland auf Tour. Vorab gibt es den Track ‚People change their Minds‘!

e.

Twitter: william fitzsimmons // porches // szjerdene // ramsey // weezer // the thermals // poliça // margaret berger // sia // bonnie & the bang bang // kennzeichen_e

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