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Mitte ist dort, wo der Daumen rechts ist

Der Rechtsanwalt, Ingenieur, Maler und Lackierer Meister, Beamter I. R., Kaufmann, Historiker, Student, Lehrer, Journalist, Polizist, Staatsanwalt, Richter…

Ehrbare, oft akademische Berufe, aus der Mitte der Gesellschaft. Berufe die für die Balance und den Zusammenhalt innerhalb der Gesellschaft wichtig und mitverantwortlich sind.
Ausgeübt von Menschen, denen man Bildung attestieren kann, die in der Lage sind ihre Kenntnisse und ihr Wissen aus objektiven, gut informierten Kreisen zu erhalten.
Menschen, die demnächst als gewählte VOLKSVERTRETER für die AfD im Bundestag sitzen (werden).

AfD Politiker, die demnächst voraussichtlich den Bundestag mit ihrer nationalistischen Gesinnung erreichen 

Die aber auch keinen Hehl daraus machen, dass sie lieber in einem anderen Deutschland leben würden, das stolz auf seine Kultur ist, dessen Kriegs Verbrechen angezweifelt, relativiert, aber zumindest doch nun endlich mal „verziehen“ werden sollten und dessen Bürger nicht nur „Ausweis deutsch“ sein sollten.

Eine solche Partei wird (hoffentlich) nie in Regierungsmitverantwortung sein, dennoch kann man davon ausgehen, dass sie die politische Landschaft verändern werden.
Einfach weil sie im Bundestag laut Verfassung Rechte haben, die es ihnen ermöglicht, Forderungen und Anträge zu stellen, oder die der anderen Parteien abzulehnen.
Das wird (hoffentlich) in den allermeisten Fällen nicht mehr als Randnotiz im parlamentarischen Alltag, aber es wird auch nicht auszuschließen sein, dass die Afd bei wichtigen, knappen Abstimmungen möglicherweise „Zünglein an der Waage“ sein werden. Dass andere Parteien auf einmal in der Situation sein könnten, auf die Afd Stimmen angewiesen zu sein, um ihre Mehrheit zu sichern. Um ihre Vorhaben durchzusetzen.
Na klar, so läuft das „Spiel“… Mit oder ohne Afd Beteiligung.
Und es ist ebenso abzusehen, dass auch in vielen kleinen Punkten die anderen Parteien mehr oder weniger „genötigt“ werden, Themen der Afd aufzugreifen, sich damit zu beschäftigen und in politisches Handeln umzusetzen.
Sei es auch nur um zu demonstrieren, dass man sich der „berechtigten Sorgen und diffusen Ängste“ der Menschen (Wähler) verpflichtet sieht.
Das war bei den „grünen“ Themen so, die heute von allen Parteien mehr oder weniger übernommen wurden und das ist bei netzpolitischen Themen rund um die Digitalisierung der Gesellschaft so, denen sich spätestens seit den Piraten keine Partei mehr verschließen kann.
Jede neue Partei verändert die politische Landschaft und Kultur. Weil sie neu ist, weil sie andere Themen setzt, weil sie bekannte, bewährte Denkweisen infrage stellt. Weil sie „laut“ ist und weil sie gehört wird.
Weil sie für viele Bürger „endlich das ausspricht, was man immer schon geahnt hat“.

So verstehen und sehen es zumindest diejenigen, die dafür sorgen, dass demnächst im deutschen Bundestag eine Partei sitzen wird, die den „Laden erst mal richtig aufmischen“, „durchlüften“ oder sogar „aufräumen“ will.
Allein das wird von der Afd dann als „Erfolg“ und als legitime Daseinsberechtigung gewertet werden.
Das sieht man dort wo die Afd bereits in den Landesparlamenten sitzt.
Und irgendwie klingt das im Großen und Ganzen ja gar nicht so dramatisch. So ist Politik nun mal. Wer Demokratie will, muss sie leben. Mit allen Begleiterscheinungen.
Und ich will auch gar nicht erst mit diesen düsteren Prophezeiungen anfangen, nach dem Motto „damals fing es auch so an..“.
Sowas halte ich heute für übertrieben!
Aber leider ist es seit der Afd möglich geworden, dass Menschen, wie sie oben beschrieben wurden, nicht mehr nur an Stammtischen sagen, sondern auch in öffentlichen Reden und sogar im TV Thesen und angebliche Tatsachen verkünden, dass man in Deutschland nicht mehr sicher sein kann, wenn das Stadtbild geprägt ist mit Menschen anderer Kulturen, von Menschen die lange Bärte tragen, die sich Körper und Gesichter mit Gewändern verhüllen.
Die neben den islamgläubigen Männern, die potentielle Attentäter seien, oder ansonsten mindestens Vergewaltiger, aber genauso vor Frauen im Burkini, Burka, Niqab etc. warnen, weil diese angeblich für eine Kultur der gelebten Unterdrückung stehen. Vor Menschen die nicht wie Deutsche aussehen, oder kein Deutsch sprechen.

Schließlich sind ja deutsche Werte in Gefahr…fur mache sogar das ganze Abendland.

Um es auf den Punkt zu bringen, das sind ja alles Nazis!

Stop. So einfach ist es leider nicht!

Ich vermeide es in der Regel, so auch in Bezug auf die AfD in Kampfbegriffen (*rassistisch, *Nazi, *homophob, *sexistisch, *antisemitisch etc.) zu denken und reden.
Ich glaube mit diesen pauschalen Einordnungen baut man oft nur Front Linien auf, die andere in die Defensive drückt und sich selber auf die vermeintlich richtige Seite stellt.

Es ist aber oftmals nicht so ganz einfach. Wer bei anderen kritisiert, dass sie populistisch sind, weil sie auf komplexe Fragen scheinbar leichte Antworten formulieren, der darf es sich beim beurteilen von Menschen oder Gruppen auch nicht so leicht machen.
Und was bei der AfD noch dazu kommt: natürlich sind deren Vertreter geübt darin, sich in Opfer-Rollen zu begeben.
Dementsprechend sind sie geübt darin jeden dieser Kampfbegriffe dadurch zu relativieren, indem sie sagen:

„seht her, unsere Spitzenkandidatin ist homosexuell. Wir haben sogar Menschen in unserer Partei mit Migrationshintergrund. Wir haben uns von Gewalt und Nazis regelmäßig distanziert. Wir haben versucht einen Antisemiten aus der Fraktion zu werfen etc…“

Ich glaube dass sich diese Begriffe auf viele AfD Mitglieder beziehen lassen… aber eben nicht auf alle. Deswegen halt ich es für falsch zu sagen, „die AfD ist…. *
Jeder Vorwurf lässt sich wunderbar anhand gegenteiliger Tatsachen relativieren. Schließlich kann man ja sagen, die AfD entspringt aus der Mitte der Gesellschaft.

Und wer will schon behaupten, der Richter, Polizist, Lehrer, Journalist etc., das sollen alles Nazis sein?

Unterschlagen wird dabei dann gern, dass die AfD Vertreter, die mehrheitlich für die Partei in der Öffentlichkeit sichtbar sind, eben jene Vorurteile schüren und für Provokationen sorgen, sodass mittlerweile die gemäßigten Mitglieder wie n Alibi wirken, auf das man zurückgreift, wenn man die bürgerliche Fassade bedroht sieht.

Nein. Die AfD ist keine Alternative. Und schon gar nicht für ein modernes, weltoffenes, demokratisches Deutschland.
Aber sie ist nun mal jetzt da und es sollte alles getan werden, damit sie in 4 jahren überflüssig geworden ist.
Weil die Menschen erkannt haben, dass diese Partei gar nicht an Lösungen interessiert ist.

Sie will das Problem sein…

e.

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2 Kommentare zu “Mitte ist dort, wo der Daumen rechts ist

  1. Hahah, weltoffen. Deutschland ist in der Welt berühmt für seine spitzenmäßigen Produkte und nicht dafür, daß sich irgendwelche Proseccosozialisten als „weltoffen“ stilisieren können.

    Modern? Sie meinen den Import von Abermillionen Moslems, die hier offen ihre bronzezeitlichen Riten ausleben können?

    Sie leben einen krusen Traum. Realitätsfern geradezu.

    Ihre Kommentare auf Twitter sind zudem auch interessant:

    „Wobei ein Blick in dt Gefängnisse, mit biodeutschen Straftätern jeglicher Kategorie allein reicht um Dinge zu relativieren.“

    Ich wüsste nicht, wo in Gefängnissen echte deutsche Deutsche einsitzen, welche die überproportionale Gewalt von Migranten relativieren könnten. Die Knäste sind voll mit der Sorte „Mensch“ die ihre „weltoffene“ BRD ohne Erlaubnis der Bevölkerung reingeholt hat.

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    • – Ich habe hier jetzt nicht versucht Riten und Gebräuche anderer hier in D lebenden Kulturen aufzuarbeiten. Dementsprechend geht es auch nicht um Import von irgendetwas oder irgendwem.
      – in dem besagten Tweet geht es genauso wenig darum Gewalt zu relativieren, sondern um den Fakt, dass es deutsche Straftäter gibt, die gleiche oder ähnliche Straftaten begangen haben. Dazu zähle ich auch deutsche Staatsbürger, die zum Islam konvertiert sind und an terroristischen Gewaltverbrechen in D oder ansderswo (mit-)verantwortlich sind.

      Beispiel: Das Attentat von Las Vegas vor kurzem ist von einem US Amerikaner verübt worden, der nach jetztigem Stand keine Verbindum zum IS oder Islam hat. Er hat seine amerikanischen Mitbürger getötet.

      Deswegen ist meine Aussage: Ich will Gewalt/Terror IN KEINSTER WEISE REALTIVIEREN oder verharmlosen; es ist aber nicht nur ein Problem gewisser Kulturkreise, es ist ein gesellschaftliches -globales- Problem.

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