Soundcheck (Vol. 8)

1. Aus Neuseeland kommen The Naked and Famous und haben es geschafft, mit ihrem elektro-poppigen Indie Sound und ihrem in ihrer Heimat überaus erfolgreichen 2009er Erstling Passive Me, Aggressive You bis nach Europa zu kommen. Zwar etwas zeitverzögert, wie das oft so ist mit Bands aus dieser Ecke des Globus, aber wenn etwas frisches Blut in die Musik Szene fließt kann das ja auf keinen Fall schaden! Dass ich hier für den Opener „Young Blood“ ausgewählt habe ist natürlich auf reiner Zufälligkeit beruhend!

2. Die Video Gamer werden Francis International Airport sicherlich kennen. Dieser ungewöhnliche Bandname entstammt dem Game GTA III (Grand Theft Auto). Ich persönlich kenne das Spiel nur aus der Entfernung, dafür aber die österreichische Indie Pop Band. Richtig gelesen: aus Österreich! Von dort ist man ja eigentlich andere Klänge gewohnt, vielleicht sind die Jungs deswegen gerade auf dem Vormarsch. Der Track The right Ones, vom aktuellen Album Cache, zeigt, dass die Ösis zurecht auf dem Vormerkzettel stehen und internationales Potenzial haben!

3. Über den Eurovision Song Contest 2013 in Malmö hab ich hier ja schon ne Nachlese geschrieben und auch den Beitrag Norwegens von Margaret Berger I feed you my Love hab ich hier ja schon als Video der Woche gekürt. Da der großartige Elektro-Rock Song aber seit dem ESC in Europa durch die Decke geht, darf er hier noch mal erscheinen. Wer genau hinhört wird ne leichte Verwandschaft zum Depeche Mode Song „It´s no Good“ feststellen, was vielleicht daran liegt, dass die Elektro Pop Pioniere zu den musikalischen Einflüssen der Norwegerin liegen. Der Song ist bislang nur auf dem ESC Sampler zu finden, da ihr neues Album Chastisement noch auf sich warten lässt. Aber dafür ist er ja hier!

4. Fleißig am Arbeiten an einem Debut Album sind auch die Londoner Remixer Andy und James Taylor von Youthkills. Klingt nach Brüder – ist aber nicht so. Und wem das bekannt vorkommt, der kann ja mal einen Artikel über Duran Duran lesen. In gefühlt 98 % der Artikel erscheint in Klammern, dass die Bandmitglieder Taylor alle nicht miteinander verwandt sind! Warum sage ich das? James und Andy sind natürlich die Söhne vom Drummer und ex Gitarristen der Pop Ikonen von Duran Duran. Mithilfe der recht einfach gestrickten Ohrwurm Single The Time is Now und reichlich TV Unterstützung bauen die beiden sich hierzulande gerade ne zarte Fanbase auf, die sie in England bereits haben. Spannender finde ich aber den leicht düster melancholischen Hymnen Song Rabbit Hole!

5. Wie man sich ausgerechnet nach „kalten Krieg“ benennen kann, wenn man aus dem sonnigen Gefilde der USA, nämlich Kalifornien, stammt, ist mir zwar schleierhaft, aber dafür lässt das aktuelle Album Dear Miss Lonelyhearts reichlich Sonne in mein Ohr…sinnbildlich natürlich! Die Rede ist auf jeden Fall von den fleißigen Indie Rockern Cold War Kids, die seit ihrer Gründung 2006 bis Heute bereits 4 Alben veröffentlicht haben. Songs wie Lost that easy sind aber definitiv ein Grund die Vorgänger nachzukaufen!

6. Kalt ist es auch in Ontario (Kanada), wo City and Colour herkommen und dort mit einem recht vielseitigen Musik Spektrum aus Alternative, Indie, Folk und Rock seit 2005 einem größeren Live Publikum bekannt sind. Die musikalische Bandbreite lässt sich ganz gut auf dem aktuellen Album The Hurry and the Harm nachvollziehen, auf dem auch der Track Thirst zu finden ist. Der Bandname ist übrigens eine simple und gleichzeitig geniale Ableitung des Namens vom charismatischen Sänger und Bandgründer DALLAS GREEN.

7. Erneut rein zufällig ebenfalls aus Ontario Kanada kommt das Indie Elektro „Orchester“ Austra! Orchester deswegen, weil die Band um die Sängerin Katie Stelmanies gern für Pop gewöhnte Ohren untypische Instrumente und Soundflächen verwendet. Auf Home ist das deutlich, wo Querflöten und Congas gegen den tickenden Elektrobeat schieben und darüber der fast gothische Gesang ertönt. Trotzdem funktioniert das wunderbar. Also Vorfreude auf das in 2 Wochen erscheinende Album Olympia!

8. Sehr interessant ist die Bandkonstellation des neuen deutsch/englischen Indie Pop Trios Kafka Tamura. Und das ganze Projekt rund um die erst 16-jahrige (!) Sängerin Emma Dawkins ist so neu, dass ich hier die Debut Single Somewhere else vorstellen kann. Ein Album gibt es daher noch nicht, wird aber sicherlich in kürze Infos darüber geben, da die Medienresonanz ja vielversprechend positiv ist. Der sperrige Bandname ist übrigens weniger wie zu vermuten an den Schriftsteller, sondern an eine Figur aus dem japanischen Roman „Kafka am Strand“ angelehnt.

9. Luftig leicht sind die Klänge des Indie/Elektro Duos Lemaitre aus Norwegen. Luftig leicht schreibe ich hier nicht ohne Grund, da der Sound schon sehr an die französichen Klang Leitbilder von AIR, Phoenix und Daft Punk erinnern. Dementsprechend charten Songs der Band auch besonders hoch in Frankreich, der französchischen Teil der Schweiz und Kanadas. Continuum, vom 3. Teil der Relativity Trilogie von 2013 macht da auch keine ausnahme.

10. Simon Green hingegen ist seit 1999 unter seinem Künstlernamen Bonobo dabei und somit schon ein „alter Hase“ im englischen Electronic Music Gewerbe. Hauptsächlich als DJ und Mixer aktiv, schafft er es auch immer wieder in die Mainstream Gehörgänge. Mit seinem aktuellen Album The North Borders und Top 30 Platzierung in England gelingt ihm ein toller Charterfolg für einen solchen Künstler. Beeindruckend auch deshalb, weil darauf Single Tracks wie das elegische Ambient (Neudeutsch: Downbeat) Stück First Fires sind. Hierbei wimmern Streicher und schleppender Elektro Groove gegeneinander, aber lassen den Hörer unweigerlich in die geistige Hängematte abgleiten. Perfekter Ausklinger!

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