Soundcheck (Vol. 19)

1. Rasant geht´s heute los mit wummerndem Bass, treibenden Synthesizer Flächen als Grundlage für Alternative / Post-Punk, Marke French Style Furs. French Style was? Könnte man zu recht fragen, denn einzig die Stimme hinter dem „künstlichen“ Bandnamen klingt Kennern „verdächtig“. Genau, es handelt sich nämlich um ein Side-Projekt von Cold War Kids Sänger Nathan Willet und Bassmann Matt Maust, hier verstärkt durch Maust´s Kumpel und Drummer Nathan Warketin. Natürlich hab ich mich gefragt, wie strategisch günstig so ein Projekt ist, wo die Cold War Kids parallel Konzerte spielen und gleichzeitig als FSF auftreten. Zudem erscheint im Juli dann das Album „Is Exotic Bait“ Und überhaupt – braucht es ein solch experimentelles Konzept Projekt, das nicht auch als CWK möglich gewesen wäre? Nun isses halt so und lassen wir mal ‚All the Way Down‘ mit seiner nervösen Beat-Energie wirken!

2. Von Nikki Jumper, aus Kanada, gibt es bislang, neben regem Treiben auf Twitter, nur wenig musikalischen Output. Selbst ihre Website ist nach wie vor im Rohzustand. Einzig der Newsletter kann abonniert werden. In einer Zeit der Selbstvermarktung im Netz natürlich schwierig. Aber es gibt von ihr zumindest die Ankündigung einer baldigen 1. EP! 2 Songs, die etwas Aufschluss über die stilistische Ausrichtung zulassen gibt es allerdings schon. Einer davon ist ne Hommage an die Band The Doors und der andere Song, den ich hier auch vorstelle, ist das Led Zeppelin „anhimmelnde“ ‚The Ballad of Jimmy Page‘. Mit Musik Schwergewichten hat sie es also – hoffentlich auch bald mit mehr Musik!

3. Aus dem beschaulichen Seebad Brighton in England kommt die 2013 formierte Band Royal Blood. Wobei es streng genommen nur ein Duo ist, das aus Sänger/Bassist und Drummer besteht. Sicherlich eine ungewöhnliche Paarung, die eher an Drum ´n Bass erinnert. Aber hier wird straighter, Gitarren-lastiger Garage-Rock Sound geboten, der ohne große Umwege sofort zur Sache kommt. Immerhin haben sie es damit binnen 1 Jahres zur Arctic Monkeys Vorband geschafft. Aus der ersten EP der Band „Out of the Black“ hab ich ‚Little Monster‘ ausgesucht. Wobei hier der Track an sich schon ein großes Monster ist!

4. Poliça sind seit dem letztjährigen Erfolg ihres Albums „Shulamith“ fleißig beim Touren und kommen demnächst für ein paar ausgesuchte Gigs nach Deutschland. Während der Tour haben sie dann auch einige neue Songs Live ausprobiert, die sie dann nicht etwa in einem neuen Album, sondern als Teil einer „Shulamith Deluxe“ Edition einfließen lassen. Diese erscheint dann nächste Woche und ein Vorbote daraus ist das ungewohnt „sperrige“ ‚Raw Exit‘, das mit Channy Leaneagh´s Stakkato Gesang zumindest bei mir nicht auf Anhieb zünden wollte. Aber eine Herausforderung war die Musik der Band ja eh schon immer!

5. Auch das kanadische Elektro Trio Austra haben letztes Jahr ein Studio Album veröffentlicht und sind nach wie vor Live aktiv. Auch sie haben neue Musik, allerdings auch eine dazugehörige EP, namens „Habitat“. Darauf werden dann sicher ganz neue Tracks zu finden sein, die nicht auf dem aktuellen Album Olympia zu finden sind. Den luftig-sphärischen Titeltrack ‚Habitat‘ gibt es jedenfalls schon vorab.

6. Eine ganz neue Variante von „EP“ hat das englische Retro Rock Duo Alexis Kings gewählt. Denn auf ihrer ersten EP, mit dem charmanten Namen „Keep it Sexy“, befinden sich ganze 2 Tracks! Nun gut, die beiden Gitarristen spielen schon seit 2009 zusammen, aber zu einem Plattenvertrag hat es bislang wohl noch nicht gereicht. Diese Songs promoten sie seit Wochen und haben mir aber auch schon via Twitter versichert, dass in absehbarer Zeit mehr kommt. Natürlich wird die Verwunderung und Neugier auch dadurch befeuert, dass einer der Songs ein richtig groß-artiger Gitarren Kracher ist und ‚1972‘ heißt!

7. Sogar seit 2007 gibt es das französische Duo Cats on Trees, die richtig feinen, zeitlosen Indie Pop machen. 2013 erschien bereits ihr erstes, selbstbetiteltes Album „Cats on Trees“ und die dazugehörige Single ‚Sirens Call‘, die es allerdings erst in den letzten Wochen auch in meinen Gehörgang geschafft hat. Und wer denkt, ne Band mit so einem Namen kann nicht groß rauskommen, dem sei gesagt, das Album hat es in Frankreich in die Top10 der Charts geschafft!

8. Eine ganz andere Erfolgsgeschichte kann natürlich Debbie Harry und ihre Jungs von Blondie erzählen, die es mit Unterbrechung von 1982-1999 seit ewig langen 38 Jahren gibt. Für eine Pop Band ist das tatsächlich eine stolze Historie, die nur selten erreicht wird. Allerdings besteht das Sextett neben Debbie auch nur noch aus Drummer Clem Burke und Gitarrist Chris Stein, die seit 1976 dabei sind! Das gerade erschienene Album „Ghosts of Download“ leidet leider insgesamt, ähnlich wie die 3 Vorgänger seit dem 1999er Comeback, etwas unter Orientierung. Mal versuchen sie etwas bemüht auf der technischen Höhe der Zeit zu sein, mal gelingt es ihnen den ursprünglichen Charme und Stärke der frühen Erfolgsjahre einzufangen. Ähnlich ist es auch mit dem Dance-poppigen Titelsong ‚A Rose by any Name‘, den die Band schon Mitte 2013 veröffentlicht hat, aber das dazugehörige Album erst jetzt nachlegen. Dementsprechend haben sie genau diesen Song wiederholt als Album Vorbote promoten müssen. Und dass dann auch die Stimmgewalt von Beth Ditto dafür sorgt, dass Debbie Harry fast zur Background Stimme wird, war sicherlich geplant, wirkt aber auch wieder inkonsequent und „fremd“!

9. Sehr viel spannender und konsequenter kommt da schon das amerikanische Elektro/Soul Duo mit dem ebenfalls sperrigen Namen Fly Moon Royalty daher. Die Musik der beiden ist mir in den letzten Wochen aufgefallen, weil sie sich an eine Coverversion eines Duran Duran Songs getraut haben. „Getraut“ deswegen, weil der Song „Read my Lips“ von einem Duran Duran Album (Liberty) stammt, dass gemeinhin als der größte (kommerzielle) Flop der Pop Band gilt und auch in Amerika nur wenig Beachtung fand. Dennoch haben sie dem Song eine lässig-soulige Note mit Hammond Orgel abgetrotzt. Aber es gibt natürlich auch ganz aktuell eine EP mit dem Titel „Unfinished Business“ von dem ich das „funky“ ‚Piece of Me‘ ausgewählt habe, das in bester Stevie Wonder/Motown Manier über den Dancefloor groovt.

10. Fink ist der Bühnenname des englischen Singer/Songwriters Fin Greenall, der schon seit 1993 musikalisch aktiv und auch zeitweise als DJ unterwegs ist. Aber mittlerweile hat er hinter dem Namen auch eine Band inklusive Drummer und Bassist vereint. Einer größeren Öffentlichkeit ist er bekannt geworden als Co-Songwriter von Amy Winehouse, deren unveröffentlichte Songs, 2011 posthum auf dem Album „Hidden Treasures“ erschienen. Im Juli kommt dann aber das ganz neue eigene Album „Hard Believer“ auf den Markt und darauf befindet sich auch das wunderbar grandiose ‚Looking too closely‘!

e.

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