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Soundcheck (Vol. 21)

1. Heute hab ich wieder das englische Seebad Duo „Royal Blood“ dabei. Aber nicht weil Mike Kerr und Ben Thatcher Anhänger des britischen Königshauses wären, oder weil ihnen die Brighton Seeluft so gut bekommt, sondern weil die beiden gerade die englische und amerikanische Alternative Rock Szene auf Vordermann bringen. Da liegt zwar nichts im Argen, aber scheinbar ist ihr satter, straighter Bombast Rock ganz schwer angesagt. Ein bisschen Glam-Rock schwingt natürlich auch immer in der Stimme von Sänger Mike Kerr mit und wen das furiose Gitarren Finish von ‚Figure it out‘ kalt lässt, der kann kein Rock Fan sein und braucht sich das selbstbetitelte Debut Album „Royal Blood“, das Ende August erscheint, gar nicht erst vormerken.

2. Lemaitre heißt das norwegisches Elektro Pop Duo, das sich nach einem belgischen Priester und Physiker benannt haben, der sich in Sachen Ur-Knall Theorie einen Namen gemacht hatte. Dass ihr Bandname französisch klingt und sich ihr poppiger Elektro-Sound nebenbei durchaus im Stile von Air und Phoenix anhört, mag da Zufall sein…muss aber nicht. Der Physik folgend jedenfalls hießen die ersten Alben der Band auch Relativity 1-3. Aktuell haben sie da auch keine Ausnahme gemacht und ihre neue EP „Singularity“ genannt, auf der auch das funkige ‚All i need‘ zu finden ist – genauso wie ein ‚Mid-Tempo“ – Rap im Mittelteil. Den hätte es jetzt nicht gebraucht, aber so ist das halt mit den „Wissenschaftlern“, die sind halt eigen.

3. Ganz düster und Ambient beginnt das wortlose ‚Tangents‘, der erste Track vom neuen Album des englischen Dance und Elektronic Duos „Simian Mobile Disco“. Ein Song, der langsam treibend seinen Club Dancefloor Eingang sucht und der dort sicherlich LIVE noch mehr Vibes ausstrahlt. Aber Fans wissen das ja bereits, da sie das neue Album „Whorl“ bereits als komplettes Set Live präsentiert bekamen und es im September als Studio Version auf CD bekommen.

4. Zu meckern hätte der amerikanische R&B Sänger und Produzent JOE eigentlich auch nichts, tut es aber trotzdem! Und warum? Weil es sein Job ist und seine Fans das nun mal mögen, sich von seiner souligen Wehmut/Schmeichel Stimme bei Kerzenlicht auf dem …ach, lassen wir das, ich schweife ab! Jedenfalls gibt es nun wieder eine neue CD mit dem Namen „Bridges“ und darauf ist auch das schmachtende ‚Dilemma‘, das sich doch schwer nach den guten alten Tagen von Ende der 90er / Anfang 2000er anhört, als der gute Joe Thomas noch Teil jeder „Kuschel-Soul CD“ war. Mit neuem Label und neuem Management scheint er sich per Old School R&B wieder ins Gegenwart-Kerzenlicht rücken zu wollen.

5. Aus der Versenkung ist auch Ryan Adams aufgetaucht. Und so richtig Gutes scheint ihm bis dahin auch nicht widerfahren zu sein. Ob das der Grund ist, warum er im September sein 14. Album raus bringt, weiß ich natürlich auch nicht. Bekannt geworden ist er ja 2004 mit seiner grandiosen Interpretation von Oasis´ „Wanderwall“. ‚Gimme Something Good‚ hingegen ist nun ganz aktuell die 1. Single und es ist eine Blues-rockige Ballade geworden. Interessanterweise hat er 14 Alben gebraucht, um herauszufinden dass „Ryan Adams“ auch als Albumtitel zu verwenden ist, oder es ist ihm diesmal schlichtweg nix sinnvolleres eingefallen. Oder bezieht sich der Titel des Songs auf die fehlende Album Titel Inspiration? Wie auch immer, der Track ist hörenswert!

6. Auf einer neuen Mini-EP, mit dem Namen „Ten Tigers“ ist der ebenfalls Instrumental-Track ‚Duals‘, den Simon Green, alias „Bonobo“, seinen Fans zusammen mit einigen Remixen quasi als Dankeschön überlässt. Denn sein immer noch aktuelles großartiges 2013er Werk „The North Borders“ hat den DJ, Producer, Remixer und Live-Maestro 1,5 Jahre beschäftigt. Nämlich in Form einer ausgedehnten, weil überaus erfolgreichen Welttournee. Deswegen wird es das ganze Live Erlebenis (und das ist es tatsächlich) auch im Oktober auf DVD geben!

7. Im neuen Interpol Video zur ersten Vorab Single ‚All the Rage Back Home‚ vom im September erscheinenden neuen Album „El Pintor„, versuchte Sänger Paul Banks jetzt sogar in Eigenregie eine Art Surfer Video im „edlen“ Schwarz-Weiß Look abzuliefern. Dass der Band aber nach über einem Jahrzehnt eingefallen ist, dass man mit dem Bandnamen kreative Wortspiele machen kann (El Pintor = Interpol = spanisch für Maler/Anstreicher), verdient fast schon n Kreativ Award. Im Gegensatz zum Video…Manche Experten sehen auch bzw., wollen hier sowas wie eine Rückkehr zu den ersten Interpol Alben beim „neuen“ Sound erkennen, aber ob mir persönlich das so gefällt, muss ich echt noch mal überdenken, bzw. das Album abwarten.

8. Viel mehr Vor-Freude vermittelt da schon das, was sich da klanglich als nächstes in die Ohren „hämmert“. Richtig Klasse ist neue Single, die die Cold War Kids ihren Fans als Teaser anbieten und die sie dann auch noch so passend ‚All this could be yours‚ nennen. Ist ja nicht so, dass Freunde der Band derzeit unter Entzugserscheinungen leiden müssten, da ja gerade erst das „Neben-Projekt“ namens French Style Furs von Sänger Nathan Willet und Bassist Matt Maust, „Is exotic Bait“ begleitet von einigen Promo Gigs, erschienen ist. Dass sie bei dem vollen Programm dann auch noch Zeit gefunden haben neue Musik mit ihrer Haupt-Band zu produzieren, die auch noch sofort im Ohr hängen bleibt, lässt mich das Musik-Geschenk voller Freude auspacken…bzw. anhören! Ein neues Cold War Kids Album soll angeblich auch schon in Arbeit sein und wohl im Oktober erscheinen

9. Letztes Jahr fast zur gleichen Zeit, hat Singer/Songwriter Andrew McMahon mit seinem Album The Pop Underground und der dazugehörigen Single Synesthesia einerseits einen kleinen Überraschungs Sommer Hit gehabt und gleichzeitig damit seinen Solo Karriere gestartet, nachdem er bislang gleich bei 2 weiteren Bands musikalische Verantwortung als Songwriter und Pianist trägt. In der Zwischenzeit ist er Vater geworden und aus Freude darüber hat er seiner Tochter den Song ‚Cecilia and the Satellite‘ gewidmet. Warum er sich darüber hinaus noch den Namen Andrew McMahon in the Wilderness gegeben hat und es nicht beim gleichnamigen Albumtitel, das im Herbst erscheint, belässt – keine Ahnung! Und warum bei genauem Hinhören Synesthesia und Cecilia schon ein bisschen „verwandt“ klingen, mag Zufall sein, oder ein wenig Wiedererkennungs Strategie.

10. Vor einigen Monaten ist mir die kanadische Musikerin Nikki Jumper auf Twitter über den Weg gelaufen und ich habe ihr Social Media „Treiben“ seither verfolgt. Bis vor 2 Wochen gab es allerdings nicht viel mehr als ein paar ältere Cover Versionen und wenig Aussicht auf neue Musik. Nun aber war sie fleißig und hat eine 8 Track EP mit dem Namen „Sinful Youth“ produziert. Ein bisschen verwundert war ich anfangs, weil ihr sonstiger Style schon ein bisschen verspielt und „Glitzer-Rockig“ wirkte, ihre Musik aber dann doch mehr Elektro und Synthesizer Pop ist. Reduzierter und dunkler ist daher mein Favorit ‚Black Boots‘, das durchaus Potenzial zum nochmal hören hat.

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