Soundcheck (Vol. 22)

1. „Dirty Alternative Blues Rock“ wäre noch nicht mal ne abfällige, sondern eher eine zutreffende Beschreibung für den Bombast Sound von Royal Blood aus dem englischen Seebad Brighton. Nachdem sie den Sommer über auf Tour waren und auch durch die amerikanischen Late-Night Shows abgefeiert wurden ist jetzt also ihr erstes Studioalbum mit dem gleichen Namen am Start! Und im Prinzip passiert genau das, was sie schon seit einiger Zeit zeigen: Kompromissloser Drum & Bass Lautsprecher Test! ‚Come on over‘ ist da absolut exemplarisch zu sehen. Das Album ist von Anfang bis Ende n echter Dampfhammer. Dem kann man sich nicht entziehen. +++Nachtrag: Das Album ist aktuell von 0 auf 1 (!) in den offiziellen britischen Charts! Good News!+++

2. Recht skeptisch war ich als ich vor einigen Wochen die ersten Vorboten des neuen Interpol Albums „El Pintor“ gehört habe. Zurück zum ursprünglichen Sound sollte das angeblich sein. Der erste Vorab Track war dann meiner Meinung dann etwas „naja“ und dann kam ‚Ancient Ways‘, das tatsächlich n Schritt zurück in alte Post-Punk Nahe Gefilde ist. Tatsächlich ist das Album bei einigen Songs weniger Paul Banks typisch melodramatisch und monolithisch. Spielerische Gitarren Riffs und raue Arrangements vermitteln wieder etwas mehr Spielfreude und Lockerheit. Unterm Strich ist El Pintor kurzweiliger und freut Freunde der ersten Stunde. Überzeugend find ich das allerdings nicht.

3. Freuen kann ich mich fast immer über neue Musik von Cold War Kids aus Kalifornien. Mittlerweile gibt es 2 spannende Neuigkeiten, Einerseits den 2 Track vom neuen im Oktober erscheinenden Album, der unpassender weise ‚First‘ heißt, aber dafür eine tolle Hymne geworden ist und mit Sicherheit Live sofort funktioniert und die Fans mitnimmt. Ach ja, der Titel des Albums ist seit ein paar Tagen auch raus: Hold my Home wird es heißen!

4. ‚Your Soul‘ war dieses Jahr der bemerkenswerte balladige Single Erfolg von Singer/Songwriter Johnny LeVan-Gilroy, der sich schlicht Rhodes nennt. Den Song hat er ja auch Live auf Festivals präsentiert und der Morning EP zu einem beachtlichen Erfolg verholfen. Im gleichen Balladen Tempo macht er jetzt mit der neuen Single ‚Breathe‘ vom neuen Album Home weiter die n bisschen Retro Feeling ausstrahlt, aber durchaus wieder n Frontal Angriff auf die „Best-of-Kuschel-Songs-Sampler“ sein dürfte. Schöne große Ballade!

5. Gesten hab ich ja bereits das brandneue 4. Album „Star Climbing“ der englischen Electro Popper von Zoot Woman um den Star Produzenten Stuart Price angekündigt. Deswegen verweise ich H I E R nochmals auf den Beitrag, bei dem ihr das Original Digital Booklet von mir bekommen könnt, die ja sonst dem Digital-Download Paket beiliegt. Wie dort angekündigt hab ich das Album schon mal durchgehört. Mehrfach sogar, weil es mir absolut gefallen hat. Klar gehört zu der Band der etwas 80er Jahre Wave Pop mit analogen Synthesizern und von daher wirkt der Sound natürlich etwas „Daft Punk lastig“. Aber trotzdem sind die Songs modern arrangiert und ‚Don´t tear yourself apart‘ ist dann nicht mal das Highlight. Er ist dann wohl eher als das Bindeglied zum Vorgänger „Things are what they used to be“ gedacht. ‚Have we lost das Feeling‘ oder ‚Waterfall into the Fire‘ sind u.a. großartige Tracks die man immer auf Repeat stellen möchte. Wer den 80er Dance Pop im modernen Design mag, wird das Album absolut mögen!

6. Wieder mal ein Soundcloud Fundstück beim Stöbern gefunden: Die wunderbare Indie/Rock Ballade ‚You Are Rebellious and Ungrateful of My Love‘ von der US Band Bonnie & the Bang Bang ist der 1. Track der neuen The Lost Ark Studio -Compilation. In dem besagten Studio Komplex, das zum Kalifornischen Randm Records Label gehört, werden in regelmäßigen Abständen feine Klangperlen produziert, bei dem ganz „altmodisch“ und im Vintage Ambiente alle Musiker in einem Raum zusammen musizieren. Aktuell ist es Ausgabe 9 und wird in Kürze erscheinen.

7. Ganz aktuell kommt die neue Single ‚I want out‘ der englischen Alternative Rock Band Young Guns auf den Tisch. Ein neues Album soll auch in der Planung sein, es stehen aber noch keine Daten oder Titel fest. Allerdings haben die 2013 mit dem Erfolgsalbum „Bones“ als englische Newcomer Hoffnung bezeichnete Band nun auch etwas zu verlieren. Zumindest der Sound des neuen Tracks wirkt allerdings deswegen schon merklich „vertraut“, um nicht zu sagen dass stilistisch jetzt keine Experimente gemacht wurden. Das muss noch nicht viel heißen, denn Gewohntes muss ja nicht schlecht sein.

8. Von den Counting Crows ist man ja sogar froh wenn man wieder vertraute Klänge zu hören bekommt. Und wenn es wie aktuell mit dem neuen tollen Album „Somewhere under Wonderland“ auch noch endlich mal wieder neue Songs sind, ist man doppelt froh. Denn damit hat sich Adam Duritz, Sänger und immer noch wild Dreadgelockter Kopf der Band mehrere Jahre Zeit gelassen und stattdessen Cover und Live Alben rausgebracht. ‚Scarecrow‘ ist jetzt schon der 2. Track aus dem Album und ist ein herrliches Beispiel für den folkigen Südstaaten Blues Rock der die Band auszeichnet. Dass sie neuerdings clevere virale Promotion auf allen Social Media Kanälen betreiben, zeigt, dass die „Crows“ wieder voll da sind. Gut so!

9. Was zum Teufel ist ein Drull? Oder Wer? Viel weiß ich selber nicht, da Drull so eine Art Projekt innerhalb eines Philadelphia Label-Teams um Elijah Amant ist, der eigentlich andere Künstler aufbaut und betreut, aber mit dem Electro Pop Song „Persona“ vor einigen Monaten einen kleinen Hit produziert hatte. Allerdings ist es mittlerweile schwierig geworden mehr Infos darüber zu bekommen, da einige Social Media Kanäle nicht mehr existieren und auf der Heimat Seite nur dürre Infos vorhanden sind. Trotzdem hab ich hier den schönen neuen Instrumental Track ‚Sun & Soil‘, der zumindest für den Moment die Neugier stillt.

10. Wer an Imogen Heap denkt, der denkt an eigenwillige, aber immer clevere elektronische Popmusik. Wer an Deadmau5 denkt, der denkt mittlerweile an einen der bekanntesten und erfolgreichsten DJ und Remixer der Welt. Beide sind Grammy gestählt und wer gedacht hätte dass die beiden zusammen an einem Track arbeiten, der hätte sicher an ein Klangspektakel gedacht. Weit gefehlt, denn der eigenwillige Titel ‚Telemiscommunications‘ ist sehr reduziert, kühl und Ambient geworden bei dem Imogen ihre prägnante teils mit „Autotune“ bestrahlte Stimme ganz im Vordergrund hält! Zu finden ist diese Klangperle auf dem neuen Album „Sparks“, für das sie seit 2011 jeden Song mit einem Projekt verbunden hatte und diesen dann alle 3 Monate veröffentlichte. Das Album an sich ist im Prinzip dann nur noch so eine Art Zusammenstellung. Aber eine sehr hörenswerte!

+++ GANZ NEU+++ Die Facebook / Webseiten Profile sind ja immer mit den Künstlern verlinkt und ab Heute gibt´s zu jedem Soundcheck auch die Twitter Namen dazu…also zwitschert los, mach ich ja auch 🙂 (unter @kennzeichen_e)

@bonniebangmusic @royalblooduk @CountingCrows @ColdWarKids @rhodesmusic @YoungGunsUK @imogenheap @DrullMusic @zoot_woman @Interpol

Advertisements

Schreib mir, was du darüber denkst...

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s