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Soundcheck (Vol. 15)

The Boss is back! Das nun auch schon zum 18. Mal mit seinem neuen Album „High Hopes“ und diesmal auch wieder in voller Lautstärke und mit Vollgas in den Stadion Sommer. Kein besinnlicher Folksound auf der Suche nach dylonscher Identität mit Wandergitarre und Mundharmonika mehr! Das ist auch gut und absolut hörenswert! Wem die Songs als Springsteen Fan nicht ganz neu vorkommen, der irrt natürlich nicht, denn die Songs sind Neuinterpretationen seiner Songs, Coverversionen und neue Songs, die es über den Demostatus nicht geschafft hatten in den letzten 15 Jahren. Da macht der Titeltrack ‚High Hopes‘ auch keine Ausnahme und ist eine kräftige, erdig-rockige und blechblasige Rückmeldung aus der Altersteilzeit!

Ne totale Vollbremsung und demnach ein Kontrastprogramm ist das entschleunigte ‚Centralia‘ in der Akustik Version von einer der charismatischsten Stimme des Neo Folks. Gemeint ist selbstverständlich der amerikanische Singer/Songwriter William Fitzsimmons, der Mitte Februar sein neues Werk „Lions“ veröffentlicht. Bekannt geworden ist er zu einer Zeit, wo Myspace noch eine veritable Musik Promo Plattform für ambitionierte Künstler war und sogar die Medien dort Trends aufspüren konnten. Und sogar auch amerikanische Produzenten von beliebten TV Serien auf ihn aufmerksam wurden und zahlreiche Songs für ihre Programme zur Untermalung heraus suchten. Heute ist er ein fleißiger Live Künstler, der sich in der Folk Szene auch in Deutschland sehr vieler Fans erfreut…zu Recht!

Die dänische Experimental-Pop Band „WhoMadeWho“ gibt es seit 2003 und erfreut sich auch in Deutschland immer größerer Beliebtheit, da sie auch Live, trotz elektronischer Klangbasis durchaus mit akustischen Instrumenten zu überzeugen wissen. Natürlich auch, weil sie hier in Deutschland bei einem DANCE Pop Label beheimatet sind und dementsprechend hier auch promotet werden. Letztes Jahr hatten sie ihrer erste Vorab Single für ihr im April erscheinendes Album „Dreams“ per „Countdown-App“ clever bekannt gemacht, aber die 2. Single ‚Hiding in Darkness‘ kommt dann allerdings wieder konventionell daher.

Das deutsch-schweizerische studentische Künstler Kombinat „We invented Paris“, das sich als vielseitig interessiertes Kunst Netzwerk versteht, hatte ich ja letztes Jahr schon vorgestellt, aber weil ihr Album „Rocket Spaceship Thing“ diesen Monat erscheint und sie ebenfalls mit dem Indie Pop Stück „Mont Blanc“ Neues am Start haben, soll das hier natürlich auch entsprechend gewürdigt werden.

Shulamith“ heißt nach wie vor das 2. Studioalbum von Polica und das habe ich hier an dieser Stelle letztes Jahr schon ausführlich besprochen und gewürdigt, deswegen beschränke ich mich hier auch auf das Nötigste. Auf jeden Fall ist das Album immer noch schwer am rotieren auf meinem virtuellen Plattenteller. Ach ja, ne neue Single Auskopplung gibt es natürlich auch zu belauschen. Diesmal ist es das Bass-lastige und für ihre Verhältnisse schon fast poppige ‚I need $‘, bei dem die Tatsache hervor sticht, dass Sängerin Channy Leaneagh mal ausnahmsweise nur wenig „Auto-Tune“ Stimmeffekt einsetzt und so ihre natürliche Singstimme durch scheint.

Die Indie Rocker von Kaiser Chiefs aus England werden im März auch ein neues Album an den Start bringen mit dem sperrigen Titel Education, Education, Education & War. Überraschend überschattet wurden die Arbeiten an dem Album Ende 2012 von der Tatsache, dass ihr langjähriger Drummer Nick Hodgson entschloss eigene Wege zu gehen und die Band nach 4 recht erfolgreichen Alben zu verlassen. Gerüchte von Auflösungserscheinungen machte die Runde, aber sie haben sich nun einen neuen Drummer an Bord geholt und mit ihm das 5. Album eingespielt. Zu hören ist er auch schon auf dem hymnischen Vorab Song „Bows & Arrows“.

Die vier Jungs von Shy Nation kommen aus England und sind auch erst seit einem Jahr aktiv, aber legen nun schon aktuell ihre erste EP vor. Sie beschreiben sich selber als Alternative Band mit Retro Glam-Rock Bezügen gepaart Garagen Rock aus den USA. Und ich muss sagen, die Shy Nation EP und besonders die Single ‚Lifeboat‘ spiegeln das absolut wieder. Ein vielversprechender erster Arbeitsnachweis, den ich sicher weiterhin verfolgen werde. Weiter so…

Bright Light Bright Light hört sich wie ein Albumtitel an, ist aber in dem Fall der Name eines walisischen Dance Pop Projektes. Wobei Projekt auch schon wieder etwas hoch gegriffen ist, da sich dahinter ja lediglich DJ, Produzent und mittlerweile auch ambitionierte Songwriter Rod Thomas verbirgt (Nicht zu verwechseln mit Rob Thomas von Matchbox 20). Dass er ein Freund der 80er Jahre Pop Musik ist, merkt seiner Musik immer wieder an und als bekennender homosexueller Musiker hat er sich 2013 auf seinem Album Make Me Believe in Hope an einem Klassiker einer Band versucht, die ebenfalls in der bunten schwulen Party Szene beliebt ist: nämlich ‚West End Girl‘ von den Pet Shop Boys. Und um die Klischee Kiste noch mehr zu füllen hat er sich keine Geringere als Ana Matronic von den Scissor Sisters ans Duett-Bord geholt. Ana selbst ist ja auch glühender 80ies Musik Fan und in welcher Szene die Scissor Sisters gern abgefeiert werden, muss ich wohl nicht mehr erwähnen. Fakt ist, der Song funktioniert auch und wegen Ana Matronic im neuen Gewand!

Seit 2010 gibt es Josh Money auf der musikalischen Landkarte und er produziert seine Electronic basierte Indie Rock Songs quasi von zu Hause und nutzt die vielfältigen virtuellen Vertriebswege mit zunehmenden Erfolg. Zumindest in Musik Networks hat er bereits auf sich aufmerksam machen können. Mittlerweile hat er ganz aktuell auch seine erste EP „Oddhead“ veröffentlicht und auf der ist auch ‚The Veiled“ zu hören. Es fängt mit grandiosem Electro-Bombast an, und gleitet dann über DubStub Brücken, um dann und den elegischen Indie Rock Heimathafen davon zu segeln. Bemerkenswert!

Ganz frisch aus der schwedischen Kunst und Musik Projekt Schmiede von „To whom it may concern“ stammt ‚Fountain‘, gesungen von Jonna Lee, bzw. ihrem musikalischen Outlet „iamamwhoami“. Ihr Album B-o-u-n-t-y hatte ich letztes Jahr schon wohlwollend beschrieben, auch wenn dieser Song dort nicht drauf ist. Aber in Album Kategorien versteht und denkt sich das Ganze Projekt ja eh nicht. Hierbei geht es eher um die visuelle Kunst gepaart mit akustischen Klanggebilden, für die das Internet gar nicht groß genug sein kann, um sich auszubreiten. Ein würdiger „Rausschmeißer für hier!

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