Soundcheck (Vol. 17)

1. JA, es ist demnächst wieder ESC-Zeit. Und ja, da kommen wie jedes Jahr wieder ´ne Menge Erinnerungen hoch an manch nette musikalische Vorträge, aber eben hauptsächlich an die Armee der lieblosen und mit Pathos vollgestopften Gesangsorgien. Aber ob sich noch sehr viele in Deutschland an den letzten Eurovision Song Contest Entscheid erinnern? Ich ehrlich nicht so recht – natürlich bis auf die Norwegerin Margaret Berger, deren Weg ich seither etwas begleite. Aber ich habe auch feststellen müssen, dass die Dame recht aktiv ist, Auftritte und Gigs hat, aber offensichtlich nicht in „Album Kategorien“ denkt. Denn seit über einem Jahr geistert der Hauch eines kompletten Albums durchs Netz. Es gibt auch schon einen Titel: New Religion soll es heißen. Einen 3. Titel ‚Scream‘, der sicherlich auch dort drauf zu finden sein wird, gibt es ebenfalls. Der ist natürlich mehr als ein Pausenfüller, ein Album darf es dann doch bitte dann mal sein!

2. Der ebenfalls norwegische DJ und Remixer Todd Terje hat schon von zahlreichen bekannten Künstlern offiziell Songs zum Bearbeiten in die Hand gedrückt bekommen – darunter auch einige Songs von Bryan Ferry ge-remixt. Für Terje´s neues Album mit dem sinnigen Titel It´s Album Time haben sich die beiden zusammen getan und den Robert Palmer Klassiker ‚Johnny and Mary‚ neu aufgenommen. Beide tun hier das, was sie besonders auszeichnet: der eine rollt einen flauschigen Synthesizer Teppich aus, auf dem sich der andere gesangstechnisch wie gewohnt mondän herum räkelt. Und das Kaminfeuer knistert auch dazu…könnte man meinen.

3. Mitte 2013 hab ich hier das aktuelle Album „Damage“ der aus Arizona stammenden Indie Rocker von Jimmy Eat World vorgestellt. Damit waren sie natürlich wie sich das gehört ordentlich auf Tour. Dennoch war das wohl alles nicht so anstrengend, oder die Einfälle sprudeln nur so aus ihnen heraus…oder Sänger Jim Adkins kann nachts nicht so gut schlafen und schreibt solche Texte wie bei ‚Coffee and Cigarettes‘. ‚Jedenfalls steht ein neues Album mit dem Titel Invented bereits in den Startlöchern. Und wie gewohnt könnte das perfekt in den Soundtrack eines Teenie High-School Films passen. Aber wie heißt es im Songtext bezeichnend: „…as simple as it gets!“ – Mission erfüllt!

4. The Dandy Warhols aus dem amerikanischen Portland gibt es seit 1994 und es gibt eine Menge Alben die sie seither veröffentlicht haben. Es gibt unzählige Festival Auftritte und Konzerte die sie gespielt haben, aber es gibt bislang noch nicht ein einziges LIVE Album. Und weil es passend zum 20. Geburtstag der Band auch eine Konzert Serie gab, bei dem sie ihr Jubiläums Album mit dem Titel „Thirteen Tales from Urban Bohemia“ komplett und in all seiner Pracht gespielt hatten, gibt es das nun auch quasi als Geburtstagsgeschenk …an die Fans. Da heißt es im Untertitel der CD The Dandy Warhols Live dann „Live at The Wonder“ – selbstverständlich mit Heimvorteil bei der Aufnahme. Und ‚Get off‘ gehört natürlich auch dazu!

5. Aus Kalifornien kommen ja die Cold War Kids und die sind natürlich auch eine großartige Live Band und auch immer irgendwie auf Tour. Und irgendwie unermüdlich beim Song schreiben. Sänger und ex Lehrer Nathan Willet philosophiert dementsprechend gern und oft über Themen des Alltags, während Graphik Handwerker und Bassist Matt Maust für Cover Designs zuständig ist. Und Bier gehört neuerdings auch zum Interessen Schwerpunkt der Band, denn für eine belgische Bier Marke haben sie einen Song geschrieben, für den sie Glas Kelche (Chalices), als Teil der sog. „Chalice Symphony“ Kampagne von Stella Artois, musikalisch eingearbeitet haben. Zwar denk ich jetzt nicht zwingend an Bier, wenn ich ‚A Million Eyes‘ höre, aber auf „Repeat“ schalte ich schon.

6. Anastacia is Back! So schreibt sie es selber und so muss man es natürlich auch weiter gefasst verstehen. Nachdem sie nun schon zum 2. Mal die Diagnose Krebs durchleben musste ist die Tatsache sie wieder auf der Bühne zu sehen nicht nur für Fans ermutigend und beeindruckend! Genau das macht es ja fast schon kleinkariert auf das einzugehen, was natürlich auch für sie selber sicherlich Teil der Genesung war und ist: Musik! Genauer gesagt ihr neues Album Resurrection und die erste Single ‚Stupid little things‘, die natürlich voller Selbstreferenzen und VerarbeitungsMerkmale nur so strotzen und wie gewohnt im wahrsten Sinne des Wortes „kraftvoll“ ist. Das was sie musikalisch auszeichnet ruft sie souverän ab – für künstlerische Neuheiten ist dann sicher aber in Zukunft mehr Platz. Auch wenn das Gewohnte natürlich nicht per se schlecht sein muss.

7. Jilian Banks nennt sich in ihrem Künstler Dasein schlicht Banks. Und wer mehr über sie erfahren, oder einfach nur mal reden möchte und ein bisschen Zeit und Geld für Fern Gespräche hat, kann sie doch einfach mal anrufen. So schreibt sie es zumindest in ihrem Facebook Profil. Ne Rufnummer gibt sie da auch noch an – und die soll tatsächlich „real“ sein. Ansonsten ist sie natürlich eine begabte junge Musikerin im besten Sinne, die seit 2013 aktiv ist, nicht nur auf dem Social Media Gebiet: Mit ‚This is what it feels like‘ von ihrer aktuellen EP London lotet sie dunkle „R&B meets Dub Steb“ Tiefen aus. Ob es ihr demnach beim Schreiben schlecht ging, weiß ich natürlich nicht. Aber ich könnte sie ja auch einfach mal anrufen, um nachzufragen….also theoretisch!

8. Eine ganz junge amerikanische Elektro-Rock Band und nicht wie zu vermuten ein Solo-Künstler, ist Magic Man. Sie spielen zwar schon ein paar Jahre zusammen, aber haben gerade erst Ende 2013 eine erste EP namens Are you Here veröffentlicht, auf dem sich der Song ‚Paris‘ befindet. Dieser wiederum klingt weder amerikanisch, noch neu – vielmehr denkt man sich schwer an die soulige Pop/Funk Zeit der 80er Jahre zurück. An Bands wie Johnny Hates Jazz, oder Scritti Politti. Wie so oft: Vorwärts in die Vergangenheit!

9. Sehr viel mehr typisch amerikanisch und hymnisch klingt die Hard-Rock Band The Pretty Reckless, die in Amerika bereits berühmt/berüchtigt als Vorband von Marylin Manson waren und durch die Tatsache dass Sängerin Taylor Momsen beinahe jeden Bereich des Künstler-Daseins abdeckt. Neben der Musik, modelt sie auch und schauspielert. So spielte sie auch in der Serie Gossip Girl mit, was zu ihrer Bekanntheit gerade bei der „jungen Zielgruppe“ maßgeblich beitrug. Ihr gerade erschienenes Album Going to Hell beinhaltet die mittlerweile 3. Auskopplung ‚Heaven knows‘ und obwohl die Band The Beatles und Kurt Cobain bzw. Nirvana als Einflüsse nennt, was ja musikalisch schon ein bisschen nach Spagat klingt, hört sich dieser Song dann doch schwer nach „We will rock you“ von Queen an.

10. Zu Taylor Momsen hat die schwedische Sängerin Lykke Li durchaus Parallelen. Denn auch sie modelt mittlerweile und hat erste Schauspiel Schritte unternommen. Die Basis ist natürlich auch hier die Musik, die sie offiziell seit 2007 betreibt. Dennoch lässt sich bei ihr deutlich mehr musikalische Substanz feststellen, da Lykke Li ausgebildete Musikerin und Multi Instrumentalistin ist. International bekannt geworden ist sie aber erst 2011 mit ihrem 2. Album Wounded Rhymes und vor allem mit der Pop Hit-Single I follow Rivers, die so ziemlich auf jedem Sampler zu finden war und auch in der bei Jugendlichen in Amerika schwer erfolgreichen TV Serie GLEE wurde der Song vertont. Mittlerweile ist sie als gereifte Künstlerin von Fachpresse und namhaften Künstler Kollegen „geadelt“ worden, hat aber trotzdem Zeit und Muße gefunden ein neues Album fertig zu stellen. Das heißt dann I never Learn, erscheint im Mai und der erste wirklich grandiose Track heißt ‚No Rest for the Wicked‘!

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